Löwe im Gras

Operation Noah, eine spektakuläre Geschichte!

Im Dezember 1958 war es soweit – der letzte Bauabschnitt war abgeschlossen und die riesige Betonwand des Kariba Damm war geschlossen. Es wurde erwartet, dass der Wasserstand des Zambezi Flusses stetig ansteigen wird, jedoch war niemandem wirklich bewusst, was in den folgenden Jahren auf die Region zukommen würde.

Vor 50 Jahren war dann die Wandlung vollzogen – auch nach Ende der Regenzeiten floss das Wasser nicht zurück und es bildete sich der Kariba See. Doch was war mit den Bewohnern der Flussufer passiert?

Über 50.000 Menschen des Batonga Stammes, die seit vielen Jahrzehnten an den fruchtbaren Ufern autark und ungestört lebten, wurden umgesiedelt – in höhere und karge Regionen – eine Katastrophe für diese Menschen. Sie konnten keinen Ackerbau mehr betreiben, der Boden der neuen Heimat war viel zu unfruchtbar. Viehzucht war ebenfalls unmöglich –Tsetsefliegen und Raubkatzen hätten sofort die Viehherden vernichtet. Im Zuge der Umsiedlungsaktion entstanden die Provinzen Binga und Nyaminyami – sie gehören auch heute noch zu den ärmsten Regionen des Landes Zimbabwe.

 Die Welt beschäftigte sich wenig mit dem Schicksal der Batonga, auch der Bau des Kariba Staudammes war eher nebensächlich. Jedoch waren viele beeindruckt von einer einzigartigen Rettungsaktion für Wildtiere – der Operation Noah.

Im Zuge dieser Rettung wurde ca. 6000 Wildtiere teilweise auf spektakuläre Art und Weise gerettet.

Der ansteigende Pegel des Zambezi ließ immer mehr Inseln entstehen und das Land versank nach und nach im sich bildenden Kariba Sees. Das führte dazu, dass die Tiere daraufhin mehr und mehr in Not gerieten. Ins Leben gerufen wurde sie durch den rhodesischen Wildhüter Rupert Fothergill begann die „Operation Noah“. Er und sein Team waren die einzige Hoffnung für tausende von Tieren, die den ansteigenden Wasserfluten hilflos ausgeliefert waren. Als die dramatischen Bilder um die Welt gingen, wurde er zum Helden für Millionen Menschen.
Jeder Baum und jeder Strauch wurde zum Rettungsanker für Tiere, die um ihr Leben kämpften. Manche Schwergewichte versanken einfach und vor den Augen der Helfer spielten sich dramatische Szenen ab - zu oft konnten auch sie nur hilflos zusehen. Doch es gab auch große Erfolge. Ganze Herden wurden auf Boote geladen und in Sicherheit gebracht. Gerade kleinere Tiere wie Antilopen, Warzenschweine und Zebras konnten gerettet werden. Elefanten waren gute Schwimmer und konnten an die sicheren Ufer getrieben werden – anders aber sah es mit Nashörnern aus. Die Schwergewichte scheuen das Wasser und sind zudem sehr aggressiv. Mit vereinten Kräften gelang es den Männern, einige dieser Tiere zu fangen und per Floß an das Ufer zu bringen.

Schauen Sie sich einmal dieses Video hinter dem Link unter dem Artikel dazu an! Man kann nicht sagen, wie viele der Tiere starben, aber es ist doch erstaunlich, von den Rettungserfolgen zu hören!

Die Nachkommen dieser Tiere leben im Matusadona und Chizarira Nationalpark! Wenn Sie dieser Artikel interessiert hat, dann sollten Sie selber einmal an den Lake Kariba fahren und sich die zauberhafte Welt dort ansehen, die trotz Staudamm wunderbar und einzigartig ist!
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