Destination Afrika in 3 Worten?
Persönlich, Herzblut, Safariprofis
Was macht den Job als Afrika Spezialistin so besonders?
Es wird nie langweilig. Jeder Kunde hat andere Vorstellungen, seine Urlaubswochen perfekt zu gestalten. Jede Reise ist ganz individuell. Besonders ist der Job natürlich auch deswegen, weil wir viele verschiedene Orte Afrikas sehen können, um unsere eigene Erfahrung mit in die Beratung einbringen zu können. Afrika ist außerdem eine sehr besondere Destination. Begriffe wie „Once in a Lifetime“ , Bucketlist oder Kindheitstraum hören wir häufig. Wir planen Erlebnisse, die viele schon seit vielen Jahren oder sogar Jahrzehnten sich wünschen. Da ist es natürlich besonders wichtig, diese Wünsche sehr sorgfältig umzusetzen. Es ist kein Mallorca Urlaub, sondern ein Lebenstraum für viele unserer Kunden. Bei der Verwirklichung zu helfen, ist uns eine Herzensangelegenheit.
Wie sieht so ein typischer Arbeitstag bei uns aus?
Unsere Arbeitswoche geht von Montag bis Freitag. Eigentlich haben wir an diese Tagen keinen geregelten, streng verplanten Arbeitstag. Wir arbeiten sehr flexibel, in jeder Hinsicht. Mal arbeiten wir in unserem Büro in Quarnbek, dann wieder von zuhause oder auch von überall auf der Welt, wenn wir auf Reisen sind. So können wir auch unsere Erreichbarkeit gewährleisten. Viele unserer Gäste arbeiten und können tagsüber nicht gut privat telefonieren, um einen Urlaub zu planen. Deshalb vereinbart Silke nicht selten auch in der Woche Telefontermine bis 20 Uhr oder Besuchstermine an einem Sonnabend. Dies ist allerdings nicht die Regel.
Durch die Vielfalt an Möglichkeiten, wie wir die Reisen ausarbeiten, kann die Planung einer Reise mal Tage oder auch ein paar Wochen dauern. Natürlich müssen auch alltägliche Dinge wie Buchhaltung und Unterlagenerstellung oder die Planung und Teilnahme an Reisemessen abgewickelt werden, doch der Fokus liegt auf der Beratung unserer Kunden mit einer anschließenden Ausarbeitung der Reise. Es macht Spaß, unsere Kunden von der Beratung über die Angebotserstellung bis zur Buchung und darüber hinaus zu betreuen. Am schönsten ist es, wenn man nach der Rückreise ein tolles Feedback bekommt. Und während all dem darf unser gemeinsamer Austausch unter Kolleginnen natürlich auf keinen Fall fehlen. Wir besprechen dann unsere aktuellen Planungen und auch Persönliches findet immer Raum – immerhin arbeiten wir schon seit 11 Jahren zusammen!
Was darf in unserem Koffer nie fehlen?
…mittlerweile reisen wir gar nicht mehr mit einem Koffer, sondern nur noch mit einem kleinen Handgepäck. Trotzdem gibt es Dinge, die immer dabei sind.
Silke: Mein „must-have“ ist ein großes leichtes Tuch, was mich schon viele Jahre begleitet und mir in vielen Situationen hilft: Abschirmung auf dem Langstreckenflug, Wärme beim Game Drive im frühen Morgen, Sonnenschutz bei Mittagshitze im Busch, Kameraschutz bei staubigen Straßen oder bei tosenden Wasserfällen…
Luise: Ich habe immer meine Overhead Kopfhörer dabei für Ruhe während der Flüge und zur Entspannung mit einem Podcast oder etwas Musik.
Was war unser skurrilstes Reiseerlebnis?
Silke: Ich erinnere mich auf jeden Fall noch an sehr emotionale Erlebnisse: Das erste Mal einen Löwen in freier Wildbahn, das dürfte nun schon 20 Jahre her sein, aber ich weiß noch genau wo und wie es war… dann der Blick auf das wunderschöne Bazaruto Archipel in Mosambik, der mit Tränen in die Augen trieb und die vielen lächelnden Menschen auf meiner ersten Reise nach Uganda.
Luise: Das skurrilste Erlebnis war ich praktisch selbst. Als ich bei Destination Afrika anfing, war ich zuvor nie länger in Afrika. Nun sollte ich ein paar Wochen ganz alleine auf Reisen gehen. Ich hatte Angst vor Spinnen, Schlangen und Skorpionen, irgendwelchen Stichen und überhaupt...Im (damals noch riesigen) Koffer hatte ich ein großes rundum verschließbares Pop up Moskitonetz, literweise Deet haltiges Mückenspray, Verbandsmaterial, sogar einige mobile Ladybags, damit ich nachts nicht aufstehen und auf das WC gehen musste... Wenn ich heute daran zurück denke, muss ich immer schallend lachen - denn es war alles überhaupt nicht so, wie ich annahm...
Reisen wir privat auch ständig nach Afrika?
Nicht unbedingt, aber immer wieder gerne. Silke hat viele Jahre in Südafrika und Namibia gelebt und gearbeitet. Inzwischen hat sie aber drei Kinder, sie ist ein absoluter Familienmensch. Da bedarf es natürlich einer ganz anderen Organisation, alle für eine Reise unter einen Hut zu bekommen. Deshalb gehen die Reisen abwechselnd zu Zielen in Europa und dann auch mal wieder nach Afrika. Für Luise und ihren Mann hingegen ist Südafrika der zweite Lebensmittelpunkt geworden, mit einem eigenen Haus in der Nähe von Kapstadt. Die meiste Zeit des Jahres geht es also nach Südafrika. Neben dem Alltag verbringt man viel Zeit mit Freunden und natürlich damit, hin und wieder durch das Land zu reisen.
Was ist die größte Herausforderung in unserem Berufsalltag?
Das Wichtigste in unserem Berufsalltag ist und bleibt eine gute Kommunikation und Gelassenheit. In Afrika ticken die Uhren anders – das wirkt sich auch auf das Arbeitsleben oder die Gegebenheiten vor Ort aus. Zum Glück funktioniert das sehr gut, mit den Jahren kennt man das. Ein großer Vorteil ist, dass wir selbst ein kleiner Veranstalter mit kurzen Kommunikationswegen sind und es sich genauso auch bei unseren Partnern vor Ort verhält.
Die Planung von Flügen ist und bleibt eine Herausforderung. Aber noch viel herausfordernder: es kommt fast täglich vor, mit Vorurteilen und Ängsten umzugehen – teils begründet, teils durch unsere Medienlandschaft hochgespielt. Unsere Gäste die zunächst skeptisch waren, berichten nach der Reise komplett entspannt, dass es gar nicht so viele Moskitos gab, sie nicht von Schlangen verfolgt wurden, sie nicht überfallen wurden und dass das Essen so lecker war, dass sie ein paar Kilo mehr mit nach Hause gebracht haben.
Fortsetzung folgt...