Zebras im Etosha Nationalpark

Kenia - Busch und Meer

Datum: 01.05.2018 Kategorie: Kenia

Samburu NP

Dorfbesuch

Äquator Ol Pejeta

Rhino Sanctuary

Giraffen Mount Kenya

Sarova Mombasa

Sands at Nomad

Chale Island

Nairobi – Samburu – Mount Kenya – Mombasa – Diani Beach

Bequem ging es für unsere Kollegin Madlen mit Ethiopian Airlines von Frankfurt über Addis Abeba nach Nairobi. 

Tag 2 & 3 – Samburu Nationalpark
Fahrt von Nairobi in die Samburu Region. Diese Strecke wird im Normalfall geflogen, bietet per Fahrzeug aber tolle landschaftliche Eindrücke und zeigt die unterschiedlichsten Regionen auf. Samburu liegt ein wenig abseits der klassischen Touren, doch genau deshalb lohnt es sich!

Aufgrund der großen Regenzeit war die Landschaft im Samburu wunderbar grün. Viele, riesige Elefantenherden waren durch die rote Färbung des Sandes schnell zu entdecken – eine tolle Kulisse. Auch diverse Antilopenarten, Giraffen, Zebras und Warzenschweine kreuzten unseren Weg. Großkatzen sind hier in der grünen Saison sehr schwer auszumachen.

Wir besuchten natürlich auch ein traditionelles Dorf der Samburu. Nach einer tänzerischen Begrüßung erfuhren wir vom Dorfsprecher viel Wissenswertes über die Lebensweise der Samburu und durften sogar eine der Hütten von innen ansehen - beeindruckend! 

Wir wohnten in zwei unterschiedlichen Camps: Dem exklusiven, afrikanisch authentischen Elephant Bedroom Camp innerhalb des Samburu und außerhalb im Buffalo Springs Reservat, im Camp Ashnil Samburu. Beide liegen hervorragend, uns gefiel das kleinere Elephant Bedroom Camp besser, da es mehr Privatsphäre und ein schöneres Safari Camp Gefühl vermittelte - eine klare Empfehlung.

Tag 4 – Über Ol Pejeta zum Mount Kenya Nationalpark
Während unserer Weiterreise besuchten wir zunächst die Ol Pejeta House Serena Lodge - es war wie eine nostalgische Zeitreise. Das alte, gediegene Farmhaus erinnert mit seinem Kolonial Charme an "Jenseits von Afrika". Der Ausblick der 6 exklusiven Suiten auf den Mount Kenya ist grandios. Hier bleiben für anspruchsvolle Safari Reisende keine Wünsche offen.

Das zum Anwesen gehörende Wildschutzgebiet ist reich an Elefanten, Löwen, Gazellen, Zebras, Antilopen und Giraffen und sogar Nashörnern. Es lässt sich in Begleitung erfahrener Ranger wunderbar zu Fuß, auf dem Pferd oder im offenen Geländewagen erkunden.

Ein wenig traurig war unser Besuch im Ol Pejeta Rhino Sanctuary. Kurz zuvor war hier Sudan, das letzte männliche, nördliche Breitmaulnashorn verstorben und man bereitete seine Beisetzung vor.  Das riesige Schutzgebiet beherbergt noch viele weitere der südlichen Spitz – und Breitmaulnashörner, die unter ständiger Überwachung stehen. Möchte man in jedem Fall ein wildlebendes Nashorn sehen, besteht hier eine sehr große Chance, gleich mehrere zu entdecken. Neben den Nashörnern ist in Ol Pejeta aber auch die „klassische“ afrikanische Tierwelt in vollem Umfang zu beobachten. 

Dann erreichten wir den Fairmont Mount Kenya Safari Club. Der Mount Kenya Nationalpark umschließt den Mount Kenya, der den höchsten Berg Kenias darstellt. Dort leben die Kikuyus, für die das Massiv heilig ist. Einem Glauben nach, soll der Mount Kenya das Reich der Gottheit Ngai sein. Die vielseitige und Abwechslungsreiche Landschaft hat uns sehr gefallen: Je nach Höhe wechseln sich trockene Savannen, Regenwälder, Bambuswälder, Hochlandmoore und Heideland ab.

Der Club liegt auf einem riesigen Areal und wir trauten unseren Augen nicht: Hier kann man hier Safari und Golf verbinden. Der sehr gepflegte 9-Loch Golfplatz gehört zum Club und Golf spielen mit dieser Aussicht ist ein Traum. Auch eigene Pferdeställe, ein privates Tierwaisenhaus und eine Zuchtstation sind Bestandteil der Anlage. Man wohnt hier in großzügigen Suiten und Cottages im Kolonialstil. Hier wird dem Luxus verwöhnten Safari Gast auch kulinarische Exzellenz geboten. Die Atmosphäre ist intim, persönlich und es werden viele, ausgewählte Aktivitäten angeboten. 

Tag 5 – Mit dem Zug nach Mombasa
Wir fuhren zurück nach Nairobi (ca. 4 Stunden). Hier stiegen wir in ein besonderes Verkehrsmittel um: Auf geht es mit der Bahn! Mit dem Madaraka Express fuhren wir ca. 6 Stunden bis nach Mombasa. Der Zug bietet in der 1. Klasse beinahe den gleichen Komfort wie unsere ICEs, lediglich die Geschwindigkeit ist auf max. 120 km/h gedrosselt, was sinnvoll ist: Die Fahrt geht durch tolle Landschaften und Regionen wie den Tsavo Nationalpark, der durch die Bahnstrecke und einen Highway in Tsavo East und Tsavo West geteilt wird. Aus dem Zug heraus können die Wildtiere beobachtet werden – eine völlig neue, ungewöhnliche Perspektive und sehr empfehlenswert.

An der Küste standen unterschiedliche Resorts auf unserer Wunschliste. Den Anfang machte das Sarova Whitesands Spa & Beach Resort, welches ein größeres Haus in Strandlage ist, das sich unserer Meinung nach eher für einen kurzen Stop eignet. Viele einheimische Reisende oder Geschäftsleute machen hier Halt. 

Tag 6 –Diani Beach und Chale Island
Entlang der Küste fuhren wir nach Diani Beach – eine der schönsten Strandregionen Kenias. Der Sandstrand ist kilometerlang und bietet eine Fülle von Unterkünften, von denen wir uns drei näher angesehen haben.

Recht gut gefallen, insbesondere für große Familien und gemeinsam reisende Freunde, hat uns das Almanara Luxury Resort & Villas. Die gehoben ausgestatteten Villas bieten Raum ohne Ende, man ist hier unter sich und auch Kinder können sich hier herrlich austoben. 

Eine wirklich schöne, kleine Oase ist gleichzeitig auch unsere ganz persönliche Empfehlung: Das The Sands at Nomad - ein exklusives Boutique Hotel am Strand. Es besticht durch seine gepflegten Gärten, die Ruhe und wunderschöne Beach Cottages. Die Küche ist sehr gut und abwechslungsreich. Das Nomad steht unter österreichischem Management, welches sich stets präsent um die Gäste kümmert und den Standard als umweltfreundliches Resort strikt beachtet. Das Nomad ist perfekt geeignet für Ruhesuchende & Honeymooner.

Das Schwester Resort des The Sands at Nomad ist das The Sands at Chale Island, auf der gleichnamigen, der Küste vorgelagerten Privatinsel. Normal erreicht man Chale per Boot - bei unserer Ankunft erwartete uns eine ganz neue Art des Transfers: Es war Ebbe und da die Boote nicht fahren konnten, setzten wir eben mit einem Traktor samt Anhänger über. Chale bietet Doppelzimmer, Beach Bandas und Lagoon Bandas. Die Einrichtung variiert je nach Zimmertyp.

Der Strand mit seinem vorgelagerten Korallenriff ist traumhaft und wer mag, kann in Begleitung der Resort Biologin eine Wanderung durch den Mangrovenwald unternehmen. Insgesamt empfanden wir Chale zwar wunderbar idyllisch und abgeschieden, hinsichtlich des Standards aber etwas einfacher als das The Sands at Nomad.

Tag 7 – Wasini Island Ausflug
Per Traktor ging es früh morgens wieder zurück aufs Festland für einen Bootsausflug nach Wasini Island. Wir hatten Glück und konnten die hier häufig anzutreffenden Delphine vom Boot aus beobachten. Anschließend steuerten wir ein riesiges Riff an und begaben uns für eine Schnorchelrunde in das klare, warme Wasser. Sogar eine Schildkröte zeigte sich. Auf Wasini Island stärkten wir uns mit einem Mittagessen. Die Insel selbst ist nicht bewohnt oder für Übernachtungsgäste geöffnet. Dieses war unser letzter Tag in Kenia. 

Unser persönlicher Eindruck:
Kenia ist mehr als nur die Maasai Mara oder der Amboseli Nationalpark. Reisende treffen hier auf eine Vielzahl atemberaubender Landschaften, Menschen und unterschiedliche Kulturen. Tourismus gibt es in Kenia seit vielen Jahren, die Infrastruktur ist bestens ausgebaut. 

Durch die gefühlt endlose Küste wird Kenia seinem Ruf als „Bush and Beach“ Destination mehr als gerecht. Ein doch auch anstrengender Safari Urlaub kann hier an den traumhaften Stränden ausklingen. Wissen sollte man, dass es auch in Kenia Gezeiten gibt und das Baden währenddessen eingeschränkt ist. Die top Unterkünfte mit riesigen Pools und der endlose Strand machen dies jedoch wieder wett.